Hi, mal eine Frage an die Lokführer. Wie ist eigentlich der Toilettengang geregelt? Habt ihr eine Toilette an Bord? Was ist mit langen Strecken ohne Halt? Ich vermute mal, ihr seid ohne Co-Piloten unterwegs oder kann im Notfall der Zugführer einspringen? Gruß Klaus
TS 2010 EE auf Intel Core 2 2,13 GHz, 2,0 GB, 320GB Raid 1, NVIDIA GeForce 9600 GT, Windows 7 64bit
Hallo Klaus, der 1. April ist doch schon vorbei. Diese Fragen können doch nur ernst gemeint sein, wenn Du noch nie mit der Bahn gefahren bist oder Dich mal mit der Bauweise von Loks befasst hast. Da gab es kürzlich einen Bericht im ZDF in dem auch dieses Thema behandelt wurde: Lokführer der Bahn überlastet. Ein sehr informativer Beitrag, den ich Dir hiermit wärmstens zur Betrachtung empfehlen möchte. Herzliche Grüße Manfred
Hallo Manfred, die Frage war schon ernst gemeint. Mit der Bahn bin ich schon oft gefahren, aber noch nie in der Lok. Und so weit hergeholt war die Frage auch nicht, da sie ja immerhin auch in dem sehr interessanten Beitrag (Danke für den Link) angesprochen wurde. Mit der Bauweise von Loks habe ich mich noch nicht befasst, allenfalls mit der EF4, die aber nur in Milwaukee lief. Und die hatte einen Hinterausgang, der zur nächsten Lok, bzw. zum restlichen Zug führte. Tja, und nachdem ich nun weiß wie es ist, finde ich das eine Riesensauerei. Mal ganz abgesehen vom menschlichen und der Würde ist das auch im höchsten Maße gefährlich, wenn der Lokführer gezwungen ist, sein Bedürfnis bis zum Fahrtende zurückzuhalten. Bei den immensen Kosten einer Lok sind noch nichteinmal 100 Euro für ein Chemieklo drin, sehr beschämend. Sowas gibt es weder in der Luftfahrt, noch bei Schiffen oder Überlandbussen. Lediglich in der Raumfahrt ist es noch schlimmer aber die Details lasse ich hier mal weg. (Für diejenigen, die den Beitrag nicht sehen konnten: Die Alternativen sind Pappbecher, Nichttrinken oder Bahnhofsstop mit anschließendem Bericht über dies Bedürfnis).
Nochmals vielen Dank für den Link Klaus
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Also ich bin sicher, das die Frage auch ernst war. Ich glaube auch, das Du diese Dir schon gestern überlegt hast. Nur hättest Du diese auch gestern posten sollen. Weil das wäre passender gewesen.
Aber gern helfe ich Dir und werde Dir auch versuchen zu helfen.
Ein Chemieklo gibt es natürlich und so wie ich weiß, hat die DB einen Vertrag mit Dixi! Was mir auch aufgefallen ist, das die Fa. Dixi die Plastikboxen alle 100 Meter neben die Strecke stellen. Anders ist es aber bei den Schnellstrecken. Da kann der TF nicht mal eben in die Box, sondern macht bei einer Geschwindigkeit von mind. 200 km/h die Tür auf und lässt es einfach laufen. Und das stimmt sogar. Denn letztens ist hier bei mir ein TD am Bahnübergang vorbei geflogen und ich war danach total nass.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen und wünsche Dir noch ein schönes Osterwochenende
also zu den Dixi Klo´s muss ich dann doch noch mal was los werden. Ich persönlich weiß nichts von einem Vertrag mit der DB. Wenn diese Klo´s irgendwo aufgestellt werden, meist in Baustellen nähe. Für Lokführer egal ob Alt- oder Neubaustrecke ist nicht eins dieser Klo´s gedacht!!!!
Es gibt laut Bombardier die Möglichkeit ein Klo in die Lok zu bauen. Dieses wird im Ausland bei der ein oder anderen Gesellschaft auch MITBESTELLT!!! Möglich ist dies natürlich nur in den neuen Drehstromloks, die wie ein Baukastensystem zusammen gebaut werde. Hier ist meist noch etwas Platz für so was, siehe BR146, da wäre auch Platz.
Übrigens ist es auch möglich Kaffeemaschinen, Faxgeräte etc. auf Loks mit zu bestellen. Es ist möglich und letztlich eine Frage das Geldes, wie beim Auto auch.
Hallo Jens, ja, Tür auf und laufen lassen. das sind dann die Momente, wo man "Sifa Sifa" hört.
Aber im Ernst, Du sprichst hier mit einem Laien! Ich weiß noch nichtmal was ein TD ist, da befinde ich mich aber im Einklang mit der Wikipedia.
Und an Dennis: Eine interessante Frage ist ja auch, wie dies in anderen Ländern gehandhabt wird. Von Dänemark weiß ich ja immerhin, dass die für den ICE Kaffeebecherhalterungen im Cockpit vorschreiben, deshalb gibt es für den ICE auf der Strecke nach Kopenhagen Spezialanfertigungen. Und wer an Input denkt, denkt hoffentlich auch an den Output.
Bei Yahoo habe ich folgende Antwort gefunden "Es gibt tatsächlich in Lokomotiven keine Toiletten. Im Personen- Nahverkehr besteht die Möglichkeit für Zugführer kurz in einem angefahrenen Bahnhof sein Geschäft zu erledigen. Im Fernverkehr besteht eine Verbindung zwischen Lokomotive und den einzelnen Wagons (zB. im ICE), da bei längeren Fahrten sowieso ein zweiter Zugführer anwesend sein muss, kann man sich ja abwechseln. Im Güterverkehr gibts die gleiche Möglcihkeit wie im Nahverkehr, dass man eine Verladestation o.ä aufsucht" http://de.answers.yahoo.com/question/ind...30035653AATCtxj
Im Focus habe ich dann gefunden: "Die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) weiß in diesem Einzellfall zwar auch nichts Genaues. Aber grundsätzlich kennt sie sich aus: „Es ist absolut nichts Ungewöhnliches“, sagt ihr Sprecher Maik Brandenburger, „dass sich die Kollegen während der Fahrt aus offenen Türen erleichtern.“ Oft ginge es nicht anders – insbesondere bei den Zügen, die nur von einer Person gesteuert werden. Da könne man nicht einfach zur Toilette gehen. Allerdings würden die Pinkeleinlagen nicht bei voller Fahrt durchgeführt, sondern bei Temporeduzierungen in Kurven und Baustellenbereichen. Doch die Züge würden nicht extra für das „kleine Geschäft“ abgebremst. " http://www.focus.de/panorama/welt/bahn_aid_62708.html Wobei ich hier nicht verstehe, wie sich das mit der Sifa verträgt.
Natürlich war das von mir nur Sakastisch gemeint. Aber mal ehrlich, das hat nach meinem Geschmack nichts mit Fachfragen zu tun, aber gut, ich kann da vielleicht auch was zu äußern Ich gehe mal davon aus, das Du schon mal mit der Bahn gefahren bist Vielleicht ist Dir dabei auch aufgefallen, das die TF's besonders bei längeren Strecken immer wieder wechseln. Das machen die natürlich nicht, weil sie mal ganz dringend zum WC müssen. Jeder TF wird in seiner Ausbildung irgendwann speziell für die eine oder andere Strecke bzw. Streckenabschnitt geschult. Das heißt, er fährt die Strecke immer wieder rauf und runter, damit er speziell für diesen Abschnitt die erforderliche Streckenkenntnis erlangt. Wenn er dann die Strecke, am Tag und auch in der Nacht, quasi im schlaf beherscht, bekommt er dann auch seine Zulassung für diesen Abschnitt. Hat er also das Ende seines Abschnitts erreicht, fährt der Kollege weiter, der sich im nächsten Abschnitt bestens auskennt. Als ich zum Usertreffen gefahren bin und auch auf der Heimreise wurde selbst bei der eigendlich kurzen Strecke (Fahrzeit 3,5 Std.) der TF unterwegs ausgetauscht und das im Nahverkehr auf einer Nebenstrecke (z.T. Eingleisig). Auch auf der Strecke zwischen Berlin und Düsseldorf wechselten die TF's im 402 (ICE2). Was ich damit sagen will ist, das die TF's in der Regel garnicht soooo lang am Stück unterwegs sind, das sie ein Problem bekommen könnten. Ich bin auch sicher, das die TF's sich auf diese Situation eingestellt haben und das entsprechend geregelt bekommen. Auch ich habe mich auf solche Situation angepasst, auch wenn ich kein TF bin. Denn ich gehe grundsätzlich sehr ungern in den Zügen zum WC, weil ich mich da einfach nur davor schüttel.
Im Güterverkehr sieht das wohl zum Teil etwas anders aus. Als ich anfang Januar auf der Heimreise von Berlin war, sprach ich mit einem TF aus Neuss, der sich ebenfalls auf der Rückfahrt im ICE befand. Er hatte zuvor einen GZ von Neuss nach Hamm (Westf.) gefahren und hatte dort Feierabend. Als ich mit ihm sprach, ging es nicht um Deine Frage, sondern um die Arbeitszeit selbst. Denn mir kam das komisch vor, das er mit dem ICE nach Hause fuhr. Er erklärte mir, das er meistens allein unterwegs ist, und auch hier gilt die Streckenkenntnis. Seine Fahrzeit von A nach B und dann von B nach C ist jeweils selten über 3 Std. und bei Zwangspausen (Hp0 und /oder Personenverkehr hat Vorfahrt), hat er auch die Möglichkeit genau das Problem zu lösen
Nun sehe ich auch, das Du das Internet zur Hilfe genommen hast und Dir die Frage auch zum Teil selbst beantwortet hast. Das ist natürlich der Idealfall, denn so mache ich das ebenfalls. Wenn ich hier im Forum nix finde, schaue ich erstmal bei Wiki vorbei. Und wenn dann noch was offen bleibt, folgen meine Fragen. Und ich denke auch, das die meisten Kollegen das genau so machen, sonst wäre die Abteilung von Dennis mit Fragen überfüllt. Natürlich beantwortet Dennis sehr gern unsere Fragen, aber man kann ihm das auch leichter machen, in dem man erstmal sich selbst kümmert. Denn Dennis ist ein realer TF und auch im Schichtdienst unterwegs.
Zitat das hat nach meinem Geschmack nichts mit Fachfragen zu tun
. Hmm, ich wollte keineswegs unangemessene Fragen stellen oder Aprilscherze loslassen. Ich dachte, Fachfragen sidn Fragen an die Fachleute. Ok, ich hätte auch das Internet befragen können, aber - zum einen bin ich nicht davon ausgegangen, eine Antwort zu bekommen - und zum anderen war ja das, was ich wirklich wissen wollte eine Antwort aus der Praxis, von den TFs, von den Problemen und da hat mir Manfred die beste Antwort mit seinem Link gegeben. Den Link hat mir Google nicht gegeben, da ja die relevanten Keywords gesprochen wurden und das kann Google (noch) nicht interpretieren.
Klar fahre ich mit der Bahn (DB), aber wenn dann eine Durchsage kommt, dass das Zugpersonal ausgetauscht wird und sich verabschiedet, dann hätte ich das damit nicht in Zusammenhang gebracht. Das mag damit zusammenhängen, dass ich meist ab Hamburg fuhr. Das ist ein Einsatzpunkt, d.h. ich erlebte sehr selten, dass es zum Austausch kam und wenn, dann erst nach mehreren Stunden, was für manche durchaus zum Problem führen kann.
Ich werde mal recherchieren, wie es im Ausland gehandhabt wird. Wenn es interessiert, kann ich hier auch darüber berichten.
Also nichts für ungut, wenn ich eine Nichtfachfrage gestellt haben sollte. Frohe Ostern Klaus
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Liebe Kollegen, dann betrachtet doch auch mal die Probleme, die Bus-, Straßen- und U-Bahnfahrer damit haben . Wünsche weiter gute Verrichtung,frohe Ostern und herzliche Grüße Manfred
Es ist so. Wenn man muss... pech gehabt. Im Notfall reissen die meisten Lokführer durch und erledigen ihr Geschäft an der Strecke. Dem Fdl wird dann eine störung am Tfz mitgeteilt und weiter geht die Fahrt...
vertu ich mich gerade im datum oder haben wir heute den 1. April? ;D Deine Antwort ist köstlich amüsant. Der erste teil ist noch ganz richtig: Pech gehabt. Aber durchziehen und mal eben den "Urindackel ausführen" ;D ( sorry, fande den Spruh geil ;D ) is nich. Was denken die Fahrgäste?